Karte des Materials

Steine

Jeder Stein hat einen Ort, an dem er Millionen Jahre gelegen hat. Hier siehst du, woher unsere Steine kommen – und was aus ihnen wird.

5
Länder
12
Steine
21
Objekte
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Spanien

1 Stein Markina

Nero Marquina

Tiefes Schwarz mit weißen Calcit-Adern – der Klassiker aus dem Baskenland und unser erster Stein.

Nero Marquina kommt aus Markina im spanischen Baskenland, wo er seit dem Mittelalter gebrochen wird. Sein Schwarz verdankt er organischem Kohlenstoff, die weißen Adern sind Calcit, der Jahrmillionen später in feine Risse kristallisierte – wer genau hinsieht, findet manchmal versteinerte Muscheln darin. Seit Jahrhunderten liegt er in Palästen und Kirchen, heute in Küchen und Museen. Bei ROXXLYN ist er der erste Stein überhaupt: An ihm haben wir gelernt, Marmor so dünn zu schneiden, dass er auf ein iPhone passt.

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Bruch
Markina, Baskenland · Spanien
Gestein
Kalkstein (im Handel: Marmor)
Oberfläche
poliert
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Italien

5 Steine Portovenere · Camerata Cornello · Bonassola · Aostatal

Nero Portoro

Schwarz mit goldenen Adern – einer der kostbarsten Marmore Italiens.

Nero Portoro wird an der ligurischen Küste bei Portovenere gebrochen, wo die Brüche direkt über dem Meer liegen. Sein Name kommt vom Gold: Die gelben Adern sind eisenhaltige Einlagerungen, die im Schwarz wie flüssiges Metall wirken. Seit dem Barock schmückt er Kirchen und Paläste bis hin zu Versailles, und weil die Vorkommen klein sind, gehört er bis heute zu den teuersten Marmorsorten Italiens.

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Bruch
Portovenere, Ligurien · Italien
Gestein
Kalkstein (im Handel: Marmor)
Oberfläche
poliert

Arabescato Orobico

Kühles Grau mit hellen, verschlungenen Adern aus den Bergen über Bergamo.

Arabescato Orobico stammt aus dem Cornalita-Bruch bei Camerata Cornello in der Val Brembana, hoch über Bergamo. „Arabescato“ heißt „mit Arabesken“ – gemeint sind die hellen, verschlungenen Adern, die wie Schleier über den grauen Grund ziehen. Der Stein entstand aus Kalkschlamm eines Urmeers, das vor gut 200 Millionen Jahren dort lag, wo heute die Alpen stehen. Kein Bruchstück wiederholt sein Muster.

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Bruch
Camerata Cornello, Bergamo · Italien
Gestein
Kalkstein (im Handel: Marmor)
Oberfläche
poliert

Rosso Levanto

Weinrot mit weißen und grünen Adern – der Stein barocker Altäre.

Rosso Levanto wird bei Bonassola an der ligurischen Riviera gebrochen, ein paar Kilometer von den Cinque Terre entfernt. Geologisch ist er gar kein Marmor, sondern ein Ophicalcit: verwittertes Tiefengestein vom Meeresboden, mit Calcit verfüllt – daher das Weinrot, daher die weißen und grünen Adern. Im Barock war er der Stein für Altäre und Säulen, weil kein anderes Rot so tief leuchtet.

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Bruch
Bonassola, Ligurien · Italien
Gestein
Ophicalcit (im Handel: Marmor)
Oberfläche
poliert

Verde Alpi

Tiefes Grün mit heller Aderung – Gestein aus dem Inneren der Alpen.

Verde Alpi kommt aus dem Aostatal, dort, wo die Alpen an den Montblanc grenzen. Wie der Rosso Levanto ist er ein Serpentin-Marmor: grünes Gestein aus dem Erdmantel, das bei der Auffaltung der Alpen nach oben gedrückt und von weißem Calcit durchzogen wurde. Das Grün ist also buchstäblich das Innere des Berges. Italienische Architekten der Moderne liebten ihn für Fassaden und Böden.

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Bruch
Aostatal · Italien
Gestein
Serpentinit (im Handel: Marmor)
Oberfläche
poliert

Invisible Grey

Helles Grau mit feiner Aderung – ein stiller Marmor aus Italien.

Invisible Grey ist ein Marmor aus Italien, dem Land, dessen Steinbrüche seit der Antike den Maßstab für Marmor setzen. Er ist echter Marmor: Karbonatgestein, das tief in der Erdkruste unter Druck und Hitze vollständig umkristallisiert ist. Seine Aderung zieht sich fein über den hellgrauen Grund, kein Veneer gleicht dem anderen.

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Bruch
Italien
Gestein
Marmor
Oberfläche
poliert
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Indien

4 Steine Jaipur · Rajasthan

Black Rock

Tiefschwarz, matt und mit fühlbarer Struktur – Schiefer aus der Region Jaipur.

Black Rock ist ein Schiefer aus der Region Jaipur in Rajasthan, Indien. Schiefer entsteht anders als Marmor: Tonschlamm wurde über Jahrmillionen zu Stein gepresst und dabei in hauchdünne Lagen geschichtet – genau diese Lagen lassen sich spalten. Deshalb ist Schiefer der Stein, der schon immer dünn war: Die Dächer halber Kontinente sind damit gedeckt. Wir spalten ihn noch einmal dünner, als es jeder Dachdecker je getan hat.

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Bruch
Jaipur, Rajasthan · Indien
Gestein
Schiefer
Oberfläche
gespalten

Indian Summer

Rost, Bernstein und Ocker – ein Schiefer in den Farben des Herbstes.

Indian Summer ist ein Schiefer, der Farbe zeigt, wo andere grau bleiben. Die Töne von Rost, Bernstein und Ocker stammen von Eisenoxiden, die beim Entstehen des Gesteins in die Tonschichten gelangten – dieselbe Chemie, die Herbstlaub färbt, nur in Stein. Weil die Verteilung des Eisens in jeder Lage anders war, gleicht kein Veneer dem nächsten: mal Bänder, mal Wolken, mal ein einzelner rostroter Fleck.

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Bruch
Rajasthan · Indien
Gestein
Schiefer
Oberfläche
gespalten

Transocean

Blau- und Graugrün in weichen Wellen – ein Schiefer, der an Wasser erinnert.

Transocean ist ein Schiefer, dessen Muster an Wasser erinnert: Blau- und Graugrüntöne liegen in weichen Wellen übereinander, unterbrochen von hellen Linien wie Schaum. Die Farben stammen aus Chlorit und feinen Eisenmineralen, die sich beim Ablagern des Tonschlamms in Schichten sortierten – das Meer, aus dem der Stein entstand, hat sich in ihm selbst abgebildet. Jedes Veneer zeigt ein anderes Stück dieser Strömung.

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Bruch
Rajasthan · Indien
Gestein
Schiefer
Oberfläche
gespalten

Vulcano Dust

Dunkelgrau, fein gekörnt und samtig matt – der Schiefer der Pro-Serie.

Vulcano Dust ist der Schiefer der Pro-Serie: dunkelgrau bis anthrazit, mit einer feinen, gleichmäßigen Körnung, die aussieht wie abgekühlte Asche. Anders als die stark geschichteten Schiefer zeigt er kaum Bänder – dafür eine samtige, fast pudrige Textur. Er entstand aus besonders feinem Tonschlamm, der sich ruhig und gleichmäßig ablagerte, bevor Druck und Zeit ihn zu Stein machten.

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Bruch
Rajasthan · Indien
Gestein
Schiefer
Oberfläche
gespalten
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Brasilien

1 Stein

Black Venom

Schwarz mit hellen Adern – dichter und kratzfester als Marmor.

Black Venom ist ein Quarzit aus Brasilien – und Quarzit ist der härtere Bruder des Marmors. Er entsteht, wenn Sandstein tief in der Erdkruste unter Druck und Hitze zu einem fast reinen Quarzgestein verschmilzt. Das Ergebnis ist dichter als Marmor, kratzfester und unempfindlicher gegen Säure. Die hellen Adern, die sich durch das Schwarz ziehen, sind Quarz und Feldspat, die in Rissen auskristallisierten – daher der Name: Sie wirken, als wäre Gift durch den Stein geschossen.

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Bruch
Brasilien
Gestein
Quarzit
Oberfläche
poliert
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Afghanistan

1 Stein

Lapis Lazuli

Leuchtendes Blau mit goldenem Pyrit – der Stein, aus dem Ultramarin wurde.

Lapis Lazuli ist kein Marmor, sondern ein Halbedelstein – ein Gestein aus dem blauen Mineral Lasurit, gesprenkelt mit goldenem Pyrit und weißem Calcit. Unser Lapis kommt aus Afghanistan, aus den Bergen des Hindukusch, wo er seit über 6000 Jahren abgebaut wird: Die Ägypter legten ihn Tutanchamun ins Grab, und aus gemahlenem Lapis entstand das Ultramarin, mit dem Vermeer das Kopftuch seines „Mädchens mit dem Perlenohrring“ malte – ein Pigment, damals teurer als Gold.

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Bruch
Afghanistan
Gestein
Lapis Lazuli (Lasurit mit Pyrit und Calcit)
Oberfläche
poliert